Mediainformationen
Über Swiss Circle
Swiss Circle ist die Schweizer Plattform für Immobilien und Standorte. Unsere Networkingtools wirken sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene und helfen unseren Kunden, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Geschäftsverbindungen zu pflegen.

Auf internationaler Ebene repräsentieren wir die Schweiz seit über 20 Jahren an der MIPIM in Cannes und an der Expo Real in München. An unserem Stand können sich Schweizer Unternehmen und Organisationen wirkungsvoll präsentieren. Innerhalb der Schweiz organisieren wir eine eigene Messe (IMMO) sowie diverse Networking Events wie z. B. das Swiss Circle Breakfast, den Swiss Real Estate Innovation Day, die Immobilienrunde oder das Swiss Circle Briefing, um Kontakte und Gedanken auszutauschen.

Swiss Circle betreibt zudem Onlineplattformen für Immobilienunternehmen (swisscircle-member.ch), Immobilienprojekte (top-projekte.ch), Immobilienexperten (realestate-experts.ch) sowie Immobilientermine (immobilien-termine.ch).

Zusätzliche Vorteile kann man sich durch die Swiss Circle Membership verschaffen. Über 200 bedeutende Immobilien- und Standortorganisationen profitieren bereits von der Swiss Circle Membership und der Nähe unserer Partnernetzwerke wie beispielsweise SwissPropTech.

Weitere Informationen zu Swiss Circle erhalten Sie auf http://www.swisscircle.ch oder unter info@swisscircle.ch.

Medienmitteilungen
MEdien-Mitteilung vom 19.2.2020
Der neue Swiss Circle-Beirat blickt in die Zukunft
Zürich/Kyburg, 19. Februar 2020 –Die Herausforderungen auf dem Schweizer Immobilienmarkt und die Chancen für Immobilieninvestitionen im Ausland waren zwei wichtige Themen eines Roundtable-Gespräches im neu formierten Swiss Circle-Beirat bestehend aus Dr. Christoph Caviezel, Dr. Ivo Furrer und Dr. Beat Schwab.

Autor: Mathias Rinka
Herausforderungen auf dem Schweizer Markt
«Wir nähern uns dem Ende eines ungewöhnlich positiven und langjährigen Immobilienzyklus'», sagt Dr. Beat Schwab zu Beginn des Roundtable-Gesprächs, welches vom Schweizer Immobilien-Netzwerk Swiss Circle im Vorfeld der internationalen Immobilieninvestmentmesse MIPIM 2020 in Cannes initiiert wurde. «Der Schweizer Immobilienmarkt ist relativ klein und die Musik spielt im Grossraum Zürich und
im Arc Lémanique», ergänzt Dr. Christoph Caviezel. Einem geringen Angebot von qualitativ hochwertigen Immobilien an guten Lagen stehe eine sehr grosse Nachfrage gegenüber. Befeuert durch die Nullzinsen seien die Immobilienpreise «in astronomische Höhen» gestiegen. «Es besteht die Gefahr, dass aus einem Anlagenotstand heraus an der Nachfrage vorbei gebaut wird und Leerstände produziert werden. Das könnte sich rächen. Es wäre an der Zeit, die Negativzinspolitik zu beenden», so Caviezels Sicht zu den momentanen Entwicklungen auf dem Schweizer Heimmarkt.

«Aufgrund der anhaltenden Tiefzinsphase rechne ich aber mit einem <Soft Landing> und halte Ängste bezüglich einer Immobilienblase für übertrieben», erklärt Schwab. In einigen Regionen und Marktsegmenten habe bereits «eine durchaus gesunde Wende» eingesetzt. So seien etwa die Preise für Detailhandelsimmobilien, grosse Wohnüberbauungen mit Leerständen in peripheren B-Lagen oder Zweitwohnungen in den Bergen tendenziell bereits leicht rückläufig. Auch die Preise in gewissen «Hot Spots», wie zum Beispiel an der Zürcher Bahnhofstrasse - hätten den Höhepunkt überschritten. «Ich rechne aber insgesamt mit einer Konsolidierung auf hohem Niveau und mittelfristig – vor dem
Hintergrund eines gesunden Wachstums der Schweizer Wirtschaft – auch wieder mit anziehenden Preisen bei weiterhin sehr tiefen Zinsen», so Schwab.

«Der Immobilienmarkt wird sich meines Erachtens, ausgehend vom heutigen hohen Stand und auf dem in der Vergangenheit festgestellten soliden Wachstum, weiterhin opportunistisch positiv entwickeln», ist Dr. Ivo Furrer überzeugt. Potential sei zweifellos sowohl auf der Privat- wie auf der Gewerbeseite vorhanden, wenngleich letztere in einzelnen Sektoren, beispielsweise im Retail, die zunehmende Online-Entwicklung deutlicher zu spüren bekommen werde, sagt Furrer.

Chancen für Investitionen im Ausland
«Beim allfälligen Gang ins Ausland sehe ich das Potenzial nach wie vor als gross an. Der <Home Bias> der institutionellen, Schweizer Immobilieninvestoren ist immer noch sehr hoch», erläutert Schwab. Denn: Im Ausland seien Renditen und Marktliquidität höher, so dass es einfacher sei, attraktive Opportunitäten zu finden. «Wichtig ist dabei allerdings ein professioneller Umgang mit Wechselkursrisiken.»

Grosse Investoren sollten auch bei Immobilienanlagen international denken, davon ist Caviezel überzeugt. «Ein internationales, über unterschiedliche Marktzyklen und Währungen hinweg diversifiziertes Immobilienportfolio, hilft, regionale oder lokale Ereignisse abzufedern.» Dies stabilisiere den Cash-Flow. Bei internationalen Immobilieninvestitionen bestehe aber auch das Risiko mangelnder Marktkenntnisse und von Fehleinschätzungen. «Deshalb empfehle ich Investitionen in geprüfte indirekte Immobilienanlagen. Immobilienanleger sollten generell, sowohl im In- wie auch im Ausland, einen langfristigen Anlagehorizont haben.»

Risiko Brexit?
Von kurzfristigen politischen Themen, wie etwa Brexit oder Handelskrieg, sollte man sich nicht allzu stark beeindrucken lassen. «Massgebend sind die langfristig wichtigen Standortfaktoren, wie Rechtssicherheit, Infrastruktur, Stabilität, etc.», sagt Caviezel. Für Furrer sind hingegen
Auslandsinvestitionen «mutmasslich per se risikoreicher». Sie setzten «eine hervorragende Kenntnis der lokalen Märkte» voraus und die «klare Positionierung in den definierten Segmenten». Die politische und wirtschaftliche Grosswetterlage sei zweifellos mit der hohen Gefahr einer markanten wirtschaftlichen Schwächung verbunden, so Furrer. «Diese könnte entsprechende Bremsspuren
auf der Nachfrage- und Investitionsseite verursachen – im Ausland genauso wie in der Schweiz.» Die Rolle innovativer Immobilien-Start-ups. Doch nicht nur der genaue Blick ins In- und Ausland ist den Swiss Circle-Beiräten wichtig. Es gehöre sich heute auch, «über den Tellerrand hinaus» zu blicken, wie es Caviezel formuliert. Und er meint damit das neue grosse Spielfeld der Digitalisierung. «Start-ups im Proptech-Bereich spielen eine immer wichtigere Rolle, um die Transparenz und die Dynamik bei Immobilien zu erhöhen», pflichtet ihm Schwab bei. Diese Branche sei aber noch jung, und nicht jede gute Idee marktfähig oder branchenverändernd. «Im Moment
trennt sich die Spreu vom Weizen. Man muss sehen, welche Proptechs überleben werden», so Schwabs Einschätzung.

Furrer betont zudem, dass innovative Start-ups auch in der Immobilienbranche bereits einen Teil der
Wertschöpfungskette besetzten. Diese Tatsache müsse als Chance wahrgenommen werden. Es gelte nun, diese Firmen und Innovationen in umfassende Öko-Systeme einzubauen. «Ein Denken und Handeln der Investoren und Eigentümer in Partnermodellen wird dafür positiv ausschlaggebend sein.» Furrer ist diesbezüglich optimistisch: «Darauf aufbauend lassen sich neue Geschäftsmodelle und zusätzliche Value
Propositions auch für Investoren entwickeln und realisieren.»
Dr. Christoph Caviezel
ehemals CEO Mobimo AG, heute Verwaltungsrat u.a. bei Mobimo AG
Dr. Ivo Furrer
ehemals CEO Swiss Life, heute Verwaltungsrat u.a. bei Helvetia sowie Präsident Digitalswitzerland
Dr. Beat Schwab
ehemals CEO Wincasa und Global Head Real Estate Asset Management bei der Credit Suisse, heute Verwaltungsrat u.a. bei Raiffeisen und Venture Capitalist

MEdien-Mitteilung vom 19.2.2020
Swiss Circle - Rückblick NZZ Immobilienrunde 2019
Zürich/Kyburg, 12. September 2019
Autor: Mathias Rinka
Die diesjährige NZZ-Immobilienrunde im Foyer des Verlagshauses an der Zürcher Falkenstrasse stand unter der zentralen Frage «Sind wir für die anrollende Innovationswelle gewappnet?». Drei innovative Köpfe der Branche, die jeweils einen unterschiedlichen, aber scheints erfolgreichen Innovationsweg eingeschlagen haben, diskutierten am Anlass: Brigitte Luginbühl, Gründerin und Geschäftsführerin der Crypto Real Estate AG, Peter E. Bodmer, Stiftungspräsident des Innovationsparks Zürich und Dr. Stefan A. Heitmann, Gründer und CEO von Moneypark sowie Verwaltungsratspräsident des PropTech-Unternehmens Pricehubble. Dr. Roman H. Bolliger, CEO der Swiss Circle AG und Mitinitiator des Events, moderierte die Podiumsdiskussion.

Schnell wurde den Gästen der NZZ Immobilienrunde klar: Die Immobilienwelt verändert sich mit grossen Schritten. «Während sich einzelne Bereiche moderat erneuern, werden andere Segmente radikal umgepflügt», so Bolliger in seinem Eingangsstatement. Heitmann erläuterte, wie es zur Gründung seines digitalen Hypothekenvermittlers Moneypark kam und weshalb er hierfür gerade den Schweizer Markt als prädestiniert für diese Geschäftsidee erachtete. Der heutige Erfolg als unabhängiger Hypothekarspezialist mit mittlerweile rund 80.000 Kunden spreche für sich selbst, so Heitmann. «Der Schweizer Markt wartete geradezu auf ein solches Produkt.» Moneypark bietet Hypothekar- und Vorsorgelösungen von inzwischen mehr als 100 Partnern, darunter Banken, Versicherungen und Pensionskassen, an. Eine digitale Dienstleistung, welche bis anhin vorwiegend analog offeriert wurde, wie etwa durch die VZ Vermögenszentren.

«Wer sind die Gewinner und wer sind die Verlierer? Und wie lautet das Rezept, dass ich zu den Erstgenannten gehöre?», fragte Bolliger.

Für Luginbühl sind vor allem Flexibilität, Innovationskraft, aber auch Teamfähigkeit entscheidende Faktoren bei der Geschäftsgründung und für den geschäftlichen Erfolg. Sie verfolgt mit der Crypto Real Estate AG die «Tokenisierung» von Immobilieninvestments auf Blockchain-Basis. Die Marktanalyse habe gezeigt, dass das Investorenbedürfnis nach alternativen Investitionsmöglichkeiten in Immobilien vorhanden sei. Die Schweiz könne hierbei Rechtssicherheit bieten und Vorreiterin für die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Produktsicherheiten von Crowdinvestments werden, so Luginbühl.

Für Bodmer sind diese Beispiele aus der Immobilienbranche Wasser auf die Mühlen seines Innovationspark Zürich-Projekts am Standort Flugplatz Dübendorf. Eine neue Plattform, welche Forschung, Entwicklung und Innovation vereinen und die Wissenschaft mit der Wirtschaft verbinden will. Ein wichtiges Ziel sei es, so der Stiftungspräsident, «das Wissen der renommierten Zürcher Hoch- und Fachhochschulen mit der Praxis- und Markterfahrung führender Unternehmen» an einem Ort zusammenzuführen.

Teil der diesjährigen Immobilienrunde war erneut die erfolgreiche Lancierung des NZZ Yearbook Real Estate. Dieses Mal mit der Edition 2019/2020 in der mittlerweile zehnten Ausgabe und wieder mit vielen interessanten und herausragenden Schweizer Projekten in Planung bzw. im Bau. Herausgeber Björn Zern berichtete dem Publikum der NZZ Immobilienrunde vom zunehmenden Einfluss der Digitalisierung auf den Projektentwicklungsmarkt und dem weiterhin geschäftigen Baugeschehen in der Eidgenossenschaft, getrieben durch die anhaltende Niedrigzinsphase und der weiter wachsenden Bevölkerungszahl.
Zeitungsartikel
Artikel im Branchenmagazin Immobilia - August 2019
Geräumig, ruhig, grün und nah!
In der Wohntraumstudie stehen nicht quantitative Faktoren wie Preise, Mieten oder Zinsen im Vordergrund, sondern weiche Faktoren wie Bedürfnisse, Präferenzen und Sorgen der Schweizer Wohnbevölkerung. Damit ist diese Studie eine wertvolle Informationsquelle für Immobilienprofis, die ihre Kunden kennen müssen.

Autor: Roman Bolliger, CEO Swiss Circle
Wie möchte man in der Schweiz wohnen?
Dieser Frage ging die aktuelle Wohntraumstudie dieses Jahr bereits zum vierten Mal auf den Grund. Dabei stellte sich heraus, dass das freistehende Einfamilienhaus noch immer das Mass aller Dinge ist. Und das trotz der von der Politik immer vehementer geforderten Verdichtung! Beinahe die Hälfte wünscht sich noch immer ein ruhiges Haus mit Blick ins Grüne. Wohl mit Blick auf das stolze Preisniveau und die Finanzierbarkeit des eigenen Wohntraums, hat daneben das Reiheneinfamilienhaus stark an Bedeutung gewonnen. Bei den Wohnungen ist das Attikageschoss mit Abstand am beliebtesten. Kein Wunder, figurieren die Preise dieses Wohnungstyp im höchsten Segment!

Ein tiefer Preis alleine macht nicht glücklich
Es stellt sich heraus, dass der Kaufpreis zwar wichtig, aber nicht der entscheidende Faktor darstellt. Denn die Schweizer Wohnbevölkerung sehnt sich ebenso nach Ruhe, viel Platz und grosszügigen Aussenräumen wie Balkon oder Terrasse. Ganz vorne in der Hitparade der Wohnwünsche befindet sich auch die Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr. Dies ist insbesondere wichtig für das Einkaufen und für das Pendeln zum Arbeitsplatz. Dass bei der Wahl der Wohnung bzw. des Hauses auch stark auf die laufenden Kosten geachtet wird, spricht für die Weitsicht unserer Wohnbevölkerung.

Zufriedene Mieter, glückliche Eigentümer
Die Schweiz ist ein Volk von zufriedenen Mietern: Beinahe 80% der Mieter schätzen sich zufrieden oder eher zufrieden. Dieser hohe Wert scheint in den Mietrechtsdiskussionen auf dem politischen Parkett ausgeblendet zu werden, erhält man dort doch regelmässig den Eindruck, als ob die Mieter fürchterlich unzufrieden seien. Bei den Eigentümern beträgt dieser Wert sogar sagenhafte 95 Prozent! Es scheint tatsächlich so, als ob sich viele ihren Wohntraum erfüllen konnten.

Erstaunlicherweise ist die eine Mehrheit auch zufrieden mit ihrem täglichen Arbeitsweg. Vor dem Hintergrund der zahlreichen Staumeldungen liegt diese Einschätzung nicht auf der Hand. Eine Erklärung dafür dürften die relativ kurzen Pendlerdistanzen sein: Zwei Drittel der Befragten pendeln nur zwischen 6 und 15 Kilometern pro Arbeitsweg.

Die lieben Nachbarn
Eine grosse Bedeutung hat das unmittelbare Umfeld der Wohnung oder des Hauses. So beeinflusst etwa das Nachbarschaftsverhältnis die Wohnqualität massgeblich. Während in der Deutschschweiz immerhin 42% nichts an ihren Nachbarn stört, sind das in der Westschweiz doch 12% weniger.
Nachbarn werden positiv wahrgenommen, wenn es etwa um das Leeren des Briefkastens, das Giessen der Blumen oder das Annehmen von Lieferungen geht. Wenn man mal nicht zufrieden ist mit den Nachbarn, so liegt das oft daran, dass sie unfreundlich sind, schlechte Gerüche verursachen, nicht genügend kommunizieren und mit lauter Musik oder lärmenden Kindern stören. Zudem fällt auf, dass in der Westschweiz offensichtlich viel öfter Autos auf dem falschen Parkplatz abgestellt werden als in der Deutschschweiz; dies scheint nämlich in der Romandie nicht weniger als dreimal so häufig vorzukommen. Der Vergleich zwischen Mietern und Eigentümern zeigt, dass Mieter deutlich mehr Differenzen mit Nachbarn haben als Eigentümer. Dies dürfte wohl damit zusammenhängen, dass Bewohner in Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen über mehr Privatsphäre verfügen.

Schweizer setzen beim Verkauf auf gut vernetzte Profis
Die Wohntraumstudie wollte wissen, wie sich der Schweizer einen Verkauf vorstellt. Dabei zeigt sich, dass eine Mehrheit eine professionelle Beratung schätzt. Fragt man genauer, zeigt sich jedoch, dass rund ein Drittel den Verkauf des eigenen Wohneigentums zuerst einmal selber wagt. Bei der Auswahl des Immobilienmaklers hat man klare Vorstellungen: Dieser muss in erster Linie eine langjährige Erfahrung aufweisen und muss gut ausgebildet sein. Als drittwichtigster Faktor wird die Zugehörigkeit zu einem nationalen Netzwerk genannt. Bei Finanzierungsfragen verlässt sich eine Mehrheit auf ihre Hausbank und/oder auf eine unabhängige Hypothekarberatung. Der Rat von Familie oder Freunden zählt hier weniger.

Immobilienprofis bleibt wachsam!
Die Wohntraumstudie, die dieses Jahr bereits in der vierten Ausgabe erscheint, hat gezeigt, dass sich die Bedürfnisse der Schweizer Wohnbevölkerung von Jahr zu Jahr verändern. Immobilienprofis mit Bezug zu privaten Transaktionen sollten diese Entwicklungen demzufolge aufmerksam verfolgen, damit sie die Nähe zu ihren Kunden aufrecht erhalten können.
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Wohntraumstudie 2018/2019
Bereits zum vierten Mal wollte die Wohntraumstudie wissen, was die Schweizer Wohnbevölkerung bewegt. Die Studie wird vom nationalen Maklernetzwerk alaCasa.ch, von MoneyPark und Helvetia durchgeführt und kann u.a. bei alaCasa.ch kostenlos bestellt werden: www.alacasa.ch oder eine Email an info@alacasa.ch.
Artikel im Branchenmagazin Immobilia - Juli 2019
Innovation: Freund oder Feind?
Bei der Einschätzung, wie stark Innovationen unsere Arbeit verändern werden, gehen die Meinungen auseinander. Immobilienakteure, die neugierig auf Innovationen zugehen, werden im Vorteil sein, egal wie stark sich die Immobilienwelt verändern wird.

Autor: Roman Bolliger, CEO Swiss Circle
Stillstand, Erneuerung oder Disruption?
Als vorausschauende Immobilienakteure muss uns die Zukunft der Immobilienbranche interessieren. Alles andere ist unprofessionell. Dabei können wir von den drei grundsätzlichen Szenarien Stillstand, Erneuerung oder Disruption ausgehen.

Gehen wir davon aus, dass in Zukunft Stillstand herrscht, bleibt der Markt so, wie er ist. Allenfalls finden kleine Veränderungen statt, eigentliche Innovationen bleiben jedoch aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich unsere Immobilienwelt nur langsam bewegt, muss jedoch als verschwindend klein bezeichnet werden. Ein Blick auf die letzten Jahre genügt, um sich davon zu überzeugen.

Zahlreiche Erneuerungen zeigen, dass sich die Immobilienwelt verändert, und dies zum Teil markant. Das hat damit zu tun, dass fortschrittliche Technologien ungeahnte Möglichkeiten geschaffen haben. So stiegen die Kapazitäten zur Datenspeicherung und -verarbeitung exponentiell, die Datenübermittlung konnte stark beschleunigt werden und die Datenmobilität ist explodiert. Vor diesem Hintergrund sind zahlreiche neue Angebote auch in der Immobilienwelt entstanden, die von unseren Märkten dankend angenommen werden. Es scheint gar so, dass unsere Kunden einiges offener gegenüber Innovationen sind als wir Anbieter. So ist etwa Akzeptanz und Durchdringung von Social Media in der Bevölkerung deutlich höher als bei den Immobilienunternehmen.

Setzt sich das dritte Szenario Disruption durch, bleibt kein Stein auf dem anderen. Bestehendes wird von Neuem verdrängt und es gibt grosse Gewinner und noch grössere Verlierer. Neue Teilnehmer drängen auf den Markt und bedrohen Etablierte in deren Existenz. Disruption findet in der Regel nur in einzelnen Segmenten statt und nicht flächendeckend. Die Auswirkungen sind aber weitreichend, wie das Beispiel der Verdrängung der ehemals lukrativen Printinserate durch Immobilien-Onlineportale zeigt.

Blind, abwartend oder neugierig?
Betrachtet man die Schweizer Immobiliencommunity, stellt man drei grundsätzliche Typen im Umgang mit Innovationen fest: der Blinde, der Abwartende oder der Neugierige.

Der Blinde kann mit dem Vogel Strauss verglichen werden, der seinen Kopf in den Sand steckt, sobald er Unerwartetes wahrnimmt. Für ihn ist alles Neue erst einmal gefährlich. Er will nichts davon wissen und hofft, dass es bald vorüber geht. Typische Aussagen von Blinden sind «Das betrifft mich nicht», «Alles halb so schlimm», «Meine Strategie hat sich bewährt, daran ändere ich nichts mehr», «Das muss ich nun wirklich nicht mehr lernen» oder «Solange ich noch aktiv bin, brauche ich das nicht; damit sollen sich meine Nachfolger auseinandersetzen». Es gibt drei Gründe, die zu solchen Aussagen führen: Entweder hat der Blinde keine Zeit, keine Lust oder es fehlt ihm der Durchblick. Im Schweizer Immobilienalltag finden sich erstaunlicherweise noch immer zahlreiche Blinde oder zumindest stark Kurzsichtige.
Der Abwartende beobachtet, was da alles Neues auf ihn zukommt. Er agiert eher passiv, ist aber trotzdem offen für Innovationen und interessiert sich dafür. Im besten Fall ist er schlau und wird aktiv, sobald er eine Innovation als relevant für seine Unternehmung erachtet. Vielleicht ist er aber einfach nur zu bequem, um sich näher mit neuen Entwicklungen, Angeboten, Technologien oder Geschäftsmodellen zu befassen. Ist Faulheit der Grund für seine Passivität wird's gefährlich; er könnte ganz schnell von den Marktveränderungen überrollt werden.

Der Neugierige hingegen freut sich auf alles Neue und will wissen, wie's funktioniert. Er geht aktiv auf Innovationen zu und informiert sich über die Medien oder an Veranstaltungen, die Innovation thematisieren. Der Neugierige ist wach, schnell und clever. Der einzige Nachteil dieser Verhaltensweise besteht darin, dass es die anstrengendste ist. Dafür dürfte er kaum eine bedeutende Entwicklung verpassen und kann sein Unternehmen so ausrichten, dass es für die Zukunft gewappnet ist.

Der Neugierige ist im Vorteil

Die Erfahrung zeigt, dass der Immobilienmarkt auch in Zukunft wohl nicht stillstehen wird.

Doch welches der zwei verbleibenden Marktszenarien wird sich in den kommenden Monaten und Jahren durchsetzen? Wird sich unsere Branche laufend erneuern oder findet eine eigentliche Disruption statt?

Während wir die zukünftige Marktentwicklung kaum beeinflussen können, verfügen wir über die Freiheit, unsere Verhaltensweise zu bestimmen. Ungemütlich wird's für den Vogel Strauss: Auf Grund seiner Ignoranz wird er in jedem Fall in Schwierigkeiten geraten. Wird sein Marktsegment von Innovationen grundlegend verändert oder gar auf den Kopf gestellt, dürfte sein Unternehmen kaum überleben. In dieser Situation wird der Abwartende zwar überleben, kann aber mehr oder weniger schmerzhafte Verletzungen erleiden. Der Neugierige wird wohl als Gewinner hervorgehen, wenn er sich denn rasch anpasst. Dazu gehört, dass er sich bei den innovativen Technologien auskennt, seine Prozesse anpasst und sein Geschäftsmodell allenfalls von Grund auf erneuert. Um dafür fit zu sein, muss er sich laufend informieren und mit anderen Akteuren austauschen.
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Innovation Day
Am 3. September 2019 findet der neue Kongress Swiss Real Estate Innovation Day in Zürich statt. Der Innovation Day thematisiert Innovationen und die Digitalisierung der Immobilienwelt und schlägt eine Brücke zum nationalen Digitaltag, der zeitgleich stattfindet. Anhand konkreter Praxisbeispiele wird der Innovation in unserer Branche auf den Zahn gefühlt. Der Kongress zeigt, welche Innovationen bereits in der Immobiliengegenwart angekommen sind, wirft einen Blick in die Zukunft und zeigt mögliche Handlungsalternativen für vorausschauende Immobilienprofis auf. www.innovation-day.ch
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